Tag Archives: Mein Leben m Schatten von Ken Saro Wiwa

playlists TRACKtate und rilleradio 09.01.2010

10 Jan

Gestern gab es zum ersten Mal beide meine Sendungsformate im Verbund auf radio blau zu hören. Von 13.00 – 14.00 TRACKtate und von 14.00 – 15.00 rilleradio.

Ich bin nunmehr seit 6 Jahren als ehrenamtliches Mitglied beim nichtkommerziellen Lokalradio in Leipzig „radio blau“ aktiv. Vielleicht hier nochmal kurz eine kleine Einführung zu beiden Sendungen:

TRACKtate ist der Versuch, in sich hineinzuhören und den mit Fragen gepflasterten Weg eines zerrissenen, ständig zweifelnden und wankelmütigen Mannes mitzugehen, auf dem er sich, wo immer sich ein Widerspruch auftut, in ihn verliebt. Er läuft ihm hinterher und möchte ihn fangen, aber um so länger er rennt, umso mehr Widersprüche tauchen auf… Ein Wettlauf irgendwie. In dieser Sendung präsentiere ich Reportagen, Features, Kommentare und Hörcollagen. TRACKtate ist somit im weitesten Sinne ein Kulturmagazin und existiert seit 2007. Das Themenspektrum ist offen – Rezensionen zu Büchern, Filmen und Theaterstücken finden ebenso Platz wie Kurzreportagen zu Reisen oder Features sowie Höressays zu kulturphilosophischen, gesellschaftspolitischen und soziologischen Fragestellungen. Ein Kulturmagazin, das letztlich einen Kulturbegriff benutzt, der über die Kunst hinausgeht und Gesellschaft und Zivilisation einbezieht. 1x monatlich 60min

rilleradio existiert seit 2004. Anfangs noch unter dem Firmament rilleralleradio gemeinsam mit meinem Freund Volly Tanner war dieses Format der Versuch zwei Generationen (Volly Ü30, meine Wenigkeit U25 damals) zusammenzubringen. Volly verkörperte dabei den Hedonismus, meinereiner das politisch korrekte Besserwissertum – klar, dass man sich im Gespräch selten auf Bücher, Platten, Filme einigen konnte. rilleralleradio lebte vom Streit. Stadtpolitik, Kritik an der Kulturhegemonialität des „Stadtmagazins“ Kreuzer und die eine oder andere Kontroverse über Abwaschen, nackte Frauen auf CD-Covern usw. sorgten immer wieder für Sprengstoff – nicht nur zwischen uns, sondern auch mit den Hörern, die wir stets einluden mitzudiskutieren. Irgendwann war das Format ausgereizt. Volly kannte jeden meiner Gags, ich alle seine Standpunkte. Wir konnten uns nicht mehr überraschen. So reichten wir uns freundschaftlich die Hand und seit 2008 ist rille ohne ralle. Seitdem versuche ich die Sendung ein Musikmagazin sein zu lassen – von Jazz bis Punk, von Blues bis Hiphop und wieder zurück. Genres spielen im Diktat des guten Geschmacks keine Rolle. Ab und an gibt es Interviews, Konzertberichte oder obskure Themensendungen. 1x monatlich 60min

In TRACKtate gab es gestern eine Filmrezension zu „Das Kabinett des Dr. Parnassus“, eine Buchbesprechung zu Ken Wiwa „Im Schatten des Märtyrers. Mein Leben als Sohn von Ken Saro Wiwa“ und zwei Hörspiele („Der Tannenbaum“ und „Die Schneekönigin„), die ich 2005 gemeinsam mit Volly Tanner produziert habe.

Die Buchrezension zu Ken Wiwas Buch über seinen Vater kann man hier

anhören. (siehe auch Blogpost vom 06.01.2010

Die Rezension zu „Das Kabinett des Dr. Parnassus“ kann man hier anhören.

(siehe auch Blogpost vom 10.01.2010)

rilleradio von 14.00 – 15.00 Uhr war gestern eine Sendung mit dem Thema „tolle tote Männer“. Joseph Beuys ist am 23.01. 24 Jahre tot, Rio Reiser wäre heute, am 09.01.2010, 60 Jahre alt geworden und Luigi Tenco hat sich vor 43 Jahren am 27.01.1967 das Leben genommen. Eine Sendung ganz im Zeichen erinnernder Anekdoten.

Die Playlist:

01. The Cribs – We share the same skies
02. Queen Ifrica – Montego Bay
03. Luigi Tenco – E se ci diranno
04. Luigi Tenco – Ho capito che ti amo
05. Jughead’s Revenge – Inside of you
06. The Cribs – Is anybody there
07. Joseph Beuys – Sonne statt Reagan
08. Rio Reiser – Mitten in der Nacht

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