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Verliebt, vorfreudig und visionär

6 Jan

Auf meinem Best-Of-2010-Mix hab ich WARPAINT aus Kalifornien bereits abgefeiert. Nun kann man sich von ihrer aktuellen Platte „The Fool“ auch ein Akustikvideo der Single „Undertow“ ansehen. Ich bin verliebt.

Daneben gibt es im Vorfeld der Veröffentlichung des neuen Albums von R.E.M. einen weiteren Song namens „Oh my heart“ im Internet zu bestaunen. Die neue Platte „Collapse into now“ erscheint am 04. März 2011. Ich bin sehr vorfreudig.

Mit der VisionBakery, der Bäkerei für Visionen, ist ein vielversprechendes Projekt aus Leipzig seit ein paar Wochen online. Die Netzweltidee, Angebote zu schaffen, die von Kreativen und deren potentiellen Unterstützern genutzt werden können, ist nicht neu. Allerdings stecken die Bemühungen, verglichen mit den USA, noch in den Kinderschuhen. Dabei ist die Grundidee einfach: Jemand hat eine Idee, die er oder sie gerne umsetzen möchte. Beispielsweise will er oder sie ein Unternehmen gründen, mit der eigenen Band eine Platte aufnehmen oder eine journalistische Geschichte recherchieren. Für all diese Vorhaben braucht es Geld. Eine Unternehmensgründung verlangt einigermaßen finanziellen Rückhalt, eine Band muss, bevor sie eine neue LP oder CD an ihre Fans verkaufen kann, ein Aufnahmestudio und ein CD-Presswerk bezahlen. Nicht zuletzt muss der oder die JournalistIn für eine Geschichte, bevor das fertige Produkt einer Zeitung angeboten werden kann (sollte das Thema etwa keinen Redakteur überzeugen) Zeit und Geld darauf verwenden zu recherchieren. Kurzum: Woher nehmen, wenn nicht stehlen?

Webplattformen wie die VisionBakery aus Leipzig stellen ein Angebot ins Netz, bei dem etwa ExistenzgründerInnen, MusikerInnen oder JournalistInnen ihre Idee, ihren kreativen Impuls und ihr Projekt vorstellen können. Sie müssen darlegen, was genau sie mit dem Geld, das sie benötigen, vorhaben. Ebenfalls müssen sie Auskunft darüber geben, was ein potentieller Unterstützer erhält für seine Finanzspritze. Der oder die ExistenzgründerIn etwa bietet so im Gegenzug eine Dienstleistung an, die Band vielleicht ein Privatkonzert und der oder die JournalistIn findet beim Recherchieren Dinge heraus, die eines Aufwands bedürfen und den Unterstützerkreis ebenfalls brennend interessieren. So kann eine Win-Win-Situation für alle Protagonisten entstehen – ohne Banken, ohne Bürokratie und nicht zuletzt ohne Hürdenläufe beim Umsetzen von kreativen Ideen.

Die VisionBakery ist gerade erst gestartet. So findet sich bis dato neben einem Projekt, das die Bäkerei der Visionen selbst ins Leben gerufen hat, erst ein Projekt online. Katja Thieme, eine freiberufliche Geologin, benötigt zwei GPS-Geräte, um in ihrem Programmangebot mehr Vielfalt anbieten zu können. UnterstützerInnen erhalten im Gegenzug „private Erkundungstouren“ in und um Leipzig.

Ich finde die Umsetzung der Seite sehr gelungen und hoffe für alle ProjektantragsstellerInnen auf viele aufgeschlossene UnterstützerInnen. HIER kann man sich einen kurzen Imagefilm der Visionbakery ansehen, der die Funktionsweise der Plattform anschaulich zusammenfasst.

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