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„AmericaniZeitzion“

25 Apr

An dieser Stelle der Hinweis auf einen gelungenen Artikel von einer Freundin, die seit vier Jahren in den USA lebt und bei einem Besuch in ihrer Heimatstadt Zeitz die schleichende AmerikaniZeitzion von Zeitz feststellte: hier entlang bitte.

Ein Blogeintrag über das Nicht-Bloggen

11 Okt

Jetzt ist genau das passiert, was man eigentlich nicht möchte in so einem Blog, wie ich ihn habe: Gähnende Leere, keine Frequenz von Einträgen, die den Lesern das Gefühl gibt in meinem Leben passiert eine Menge. Ich untergrabe damit das, wofür das Bloggen eigentlich steht. Nun man kann entgegenhalten das genau dieses unausgesprochene, aber von jedem Blogger verinnerlichte Mantra, ja auf der anderen Seite dazu führt, dass die Blogosphäre zu 95% aus Schrott besteht. Wie schön ist es dann, dass ich mich nicht am Abwracken meines Lebens beteilige. Dabei gibt es eigentlich eine Menge zu erzählen, das nicht auf Informationsfriedhöfe gehört, sondern vielleicht vielmehr vermag dem einen oder anderen ein Lächeln, ein Mitfühlen, ein Wiederentdecken oder ein Verstandenfühlen abzuringen. Weiterlesen

unerwarteter Heimatstadtbesuch…

14 Mai

Gestern machte es „Plumm“. Ich biss mir fast auf die Zunge. Vorsichtig versuchte ich dann mit der Zungenspitze, die nochmal davon gekommen war, zu ertasten, was „Plumm“ gemacht hatte.

Die Zahnfüllung hatte ich schon ziemlich lange. Nun war diese reif für die Rente und hinterließ eine schmerzende Lücke. Weil das mit Zahnärzten eine Sache ist, wie mit einer einmal liebgewonnenen Gewohnheit (zum Beispiel ein Haarshampoo gefunden zu haben, dass einem gefällt o.ä.), wechselt man nicht gern herum. Man probiert nicht verschiedene Varianten durch, wenn man endlich ein Produkt gefunden hat, welches den eigenen Ansprüchen genügt. Mein Ansprüche an einen Zahnarzt sind dererlei viele:

1. Ich will nicht viel reden

2. Es darf nicht wehtun.

3. Es muss Musik im Hintergrund laufen (um das Bohrergeräusch teilweise zu kaschieren ).

Und weil all diese Forderungen von meiner Zahnärztin seit vielen Jahren erfüllt werden, kommt es zweimal im Jahr dazu, dass ich einen Besuch in meiner Heimatstadt Zeitz mit einem Zahnarztbesuch verbinde. Heute traf es sich gut, dass mein Freund Lars auch einen wichtigen Termin hatte. Er musste auch zu seinem Zahnarzt.

Gut das man Freunde hat, die einen verstehen. Freunde, denen man nicht groß erklären muss, warum man 80km fährt, wegen einem Arztbesuch. Es ist schön Freunde zu haben mit denen man im selben Boot sitzt.

Lars‘ Eingriff dauerte länger und so ging ich Wege durch die Stadt, die so lange mein zu Hause war, deren Straßen ich aber schon lang nicht mehr entlanggegangen bin. Dabei entstand dieses Foto. Jede Straßenecke, jeder Park und jedes Café atmet den Duft der Erinnerung an eine Begebenheit, ein Erlebnis oder eine Anekdote. Man fühlt sich fremd und doch gut aufgehoben. Irgendwie.

zeitz_Rathaus_Park_14.05.2009