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Über Kraut und Crowd

16 Jun

Vor ein paar Wochen haben einige freie Journalisten sich zusammengetan, um ein bis dato – in Deutschland – einmaliges Projekt zu initiieren. Im Zeitalter des viel zitierten Medienwandels, des Zeitungssterbens mitsamt rückläufigen Werbeetats und damit schrumpfenden Honoraren für freie Journalisten und Journalistinnen, überlegen unterschiedlichste Menschen schon seit langem, wie man Qualitätsjournalismus 2.0. machen kann. Die Krautreporter wollen sich an einer Beantwortung versuchen.

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„Zwei Sommer lang Indianer“ Journal Folge 2/6: Wie zwei Völker eins werden

26 Feb
Vorbemerkung: Am kommenden Samstag, den 2. März 2013 wird eine literarische Reisereportage mit dem Titel „Zwei Sommer lang Indianer“ um 14.00 Uhr auf radio blau (www.radioblau.de) welturaufgeführt. radio blau ist das freie und nichtkommerzielle Lokalradio Leipzigs. Man kann radio blau sowohl auf UKW in Leipzig als auch per Stream in der ganzen Welt hören. Ab Montag, den 25.02.2013 poste ich bis zur Welturaufführung jeden Morgen eine Geschichte aus meiner Zeit bei den Chippewa-Cree hier. So können sich alle Interessierten Schritt für Schritt auf die Reise begeben… Nachfolgend kann man bereits einen Trailer zur literarischen Reisereportage hören:

Wie zwei Völker eins werden

Heute leben in Rocky Boy die Chippewa-Cree-Indianer. Das ist die offizielle Schreibweise. Einen Chippewa-Cree-Indianer an sich gibt es aber eigentlich nicht. Die Chippewa und auch die Cree waren eigenständige Völker mit unterschiedlichen Siedlungsgebieten und Lebensweisen. In Rocky Boy haben sie Anfang des 20. Jahrhunderts strenggenommen „geheiratet“. Die Geschichte der Cree- und Chippewa-Indianer war bis dahin die Geschichte zweier Indianervölker auf der Flucht. Es ist die Chronik einer Odyssee von Heimatlosen, angetrieben vom Glauben an eine glückliche Zukunft und die Sehnsucht nach einem Ort, der bleibt. Ihre Geschichte beginnt in einer Zeit, in der noch keine Nationalstaaten auf dem nordamerikanischen Kontinent existieren. Sie endet mit der Gründung des kleinsten und letzten Reservats der USA im „treasure state“ Montana, dem Staat der Kostbarkeiten, von denen die Cree- wie die Chippewa-Indianer bis heute nichts abbekommen.

Logo_Rocky Boy

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Wölfe im Schafspelz oder wie der Vatikan Nazis half nach Argentinien zu flüchten

14 Feb

Immer wieder stoße ich bei meiner Beschäftigung mit Missionaren in Afrika im Rahmen meiner Doktorarbeit auf Themen, die eigentlich damit gar nichts zu tun haben. Meist mache ich am Rande eines Buches oder eines Textes einen kleine Entdeckung, die mich neugierig macht. Dann „wikipedia“ ich ein wenig herum. Oft schließt sich daran eine kleine Recherche im Präsenzbestand der Bibliothek an und im Nu sind zwei Stunden vorbei, in denen ich am eigentlichen Thema vorbei „studiert“ habe. Das nun vorrätige Wissen hilft mir dann zwar nicht bei der Beantwortung meiner Forschungsfrage – aber – ich kann zumindest in diesem meinem Blog mit dem neu angelesen Wissen Eindruck schinden.

Wo sind eigentlich die ganzen Nazis nach 1945 hin? Die Antwort auf diese Frage gehört noch mehr oder weniger zum Allgemeinwissen. In Südamerika fanden viele Nazis Unterschlupf. Aber wie haben sie es geschafft dorthin zu kommen? Die Antwort auf diese Frage gehört mithin nicht mehr unbedingt zum Allgemeinwissen, ist nicht in die kollektive Erinnerungskultur Deutschlands eingegangen. Schade eigentlich, denn 1991 erschien das durchaus Aufsehen erregende Buch „Persilscheine und falsche Pässe – Wie die Kirchen den Nazis halfen“ von Ernst Klee. Ich möchte hier kurz ein paar Fakten und Gedanken meinerseits dazu widergeben, denn ich denke, dieser Teil der „Geschichte“ sollte auch Teil des kollektiven Erinnerns sein.

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