Tag Archives: Bad Sooden-Allendorf

Grenzgehen – Wandern auf dem Grünen Band Teil 4

9 Jul

Burgruine Altenstein

Auf dem Weg von Sickenberg nach Meinhard bei Eschwege führt der Weg vorbei an der Burgruine Altenstein. Die Mauerreste haben zwar nichts mit dem Kolonnenweg und der ehemaligen innerdeutschen Grenze zu tun, sind aber dennoch mein Highlight der Tagesetappe. Burg Altenstein steht gewissermaßen für eine Grenzregion – ist sie doch ein Zeugnis der Grenze zwischen thüringischem Eichsfeld und Hessen und damit ein Symbol für den Grenzcharakter der gesamten Gegend. Weiterlesen

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Grenzgehen – Wandern auf dem Grünen Band Teil 3

8 Jul

Denkmal im Grenzmuseum Schifflersgrund

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Grenzgehen – Wandern auf dem Grünen Band Teil 1

6 Jul

Die Harzer Schmalspurbahn ist ein Erlebnis. Nicht nur Bahnromantiker kommen auf ihre Kosten, wenn sich die Dampflok auf der Fahrt von Wernigerode auf den Brocken schnaufend den Berg hinauf arbeitet. Es ist Montagmorgen. Wir sind um gegen halb sechs Uhr morgens in Leipzig in den Zug nach Wernigerode gestiegen. Bereits um 09:00 Uhr sitzen wir im vierten Waggon hinter der Dampflok und rätseln, ob die Nebelschwaden um uns herum vom feucht-trüben Wetter stammen oder die Dampfmaschine bereits auf Temperaturen kommt. Es ist zwar albern, aber bei allem, was ich bis hierhin über das Grüne Band gelesen habe, fühle ich mich wie ein Pionier auf dem Weg in ein unwegsames Abenteuer. Es mag an der Eisenbahnromantik liegen, zudem bringt uns der Dampfzug gen Westen, aber Pioniergeist hat noch niemandem geschadet. Die Euphorie hält aber nur so lange bis eine Gruppe schwäbischer Rentner den vierten Waggon entert und mir den letzten Nerv raubt. So ähnlich müssen sich die wahrhaftigen Pioniere Amerikas gefühlt haben auf ihrem Weg nach Westen, wenn sich ihrem Track auf einmal religiöse Splittergruppen anschlossen auf der ihrigen Suche nach Heil. Die wussten vielleicht auch alles besser und sind schon überall gewesen. Sicher ist aber immerhin, dass die Rentner nur zum Feuersteintrinken auf den Brocken fahren. Weiterlesen

Grenzgehen

5 Jul

Kolonnenweg auf der ehemaligen innerdeutschen Grenze vom Brocken nach Hohegeiß

Durch Deutschland ging eine Grenze. Je nach dem auf welcher Seite man sich befand, empfand man diese innerdeutsche Grenze als unüberwindbare Staatsgrenze oder „nur“ als Demarkationslinie. Über 20 Jahre nach dem Zusammenbruch der DDR hat sich entlang dieses über 1400km langen Grenzstreifens eine Art Grenztourismus in Kinderschuhen entwickelt. Das „Grüne Band“ ist heute das, was einst Todesstreifen war. Die innerdeutsche Teilung ermöglichte die Entwicklung eines natürlichen Rückzugsgebietes für Tiere und Pflanzen und damit die Entstehung einer „freien Natur“ wie sie in Europa einmalig ist. Es gibt neuerdings Reiseführer, die den zugeneigten Wanderern, Radfahrern oder Hobbybotanikern eine Richtschnur zwischen Ostsee und tschechischer Grenze legen. Auch die Medien haben in jüngster Vergangenheit das Thema immer wieder aufgegriffen und prominent platziert. Weiterlesen