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Über Kraut und Crowd

16 Jun

Vor ein paar Wochen haben einige freie Journalisten sich zusammengetan, um ein bis dato – in Deutschland – einmaliges Projekt zu initiieren. Im Zeitalter des viel zitierten Medienwandels, des Zeitungssterbens mitsamt rückläufigen Werbeetats und damit schrumpfenden Honoraren für freie Journalisten und Journalistinnen, überlegen unterschiedlichste Menschen schon seit langem, wie man Qualitätsjournalismus 2.0. machen kann. Die Krautreporter wollen sich an einer Beantwortung versuchen.

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Wölfe im Schafspelz oder wie der Vatikan Nazis half nach Argentinien zu flüchten

14 Feb

Immer wieder stoße ich bei meiner Beschäftigung mit Missionaren in Afrika im Rahmen meiner Doktorarbeit auf Themen, die eigentlich damit gar nichts zu tun haben. Meist mache ich am Rande eines Buches oder eines Textes einen kleine Entdeckung, die mich neugierig macht. Dann „wikipedia“ ich ein wenig herum. Oft schließt sich daran eine kleine Recherche im Präsenzbestand der Bibliothek an und im Nu sind zwei Stunden vorbei, in denen ich am eigentlichen Thema vorbei „studiert“ habe. Das nun vorrätige Wissen hilft mir dann zwar nicht bei der Beantwortung meiner Forschungsfrage – aber – ich kann zumindest in diesem meinem Blog mit dem neu angelesen Wissen Eindruck schinden.

Wo sind eigentlich die ganzen Nazis nach 1945 hin? Die Antwort auf diese Frage gehört noch mehr oder weniger zum Allgemeinwissen. In Südamerika fanden viele Nazis Unterschlupf. Aber wie haben sie es geschafft dorthin zu kommen? Die Antwort auf diese Frage gehört mithin nicht mehr unbedingt zum Allgemeinwissen, ist nicht in die kollektive Erinnerungskultur Deutschlands eingegangen. Schade eigentlich, denn 1991 erschien das durchaus Aufsehen erregende Buch „Persilscheine und falsche Pässe – Wie die Kirchen den Nazis halfen“ von Ernst Klee. Ich möchte hier kurz ein paar Fakten und Gedanken meinerseits dazu widergeben, denn ich denke, dieser Teil der „Geschichte“ sollte auch Teil des kollektiven Erinnerns sein.

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2012

1 Feb

Da war doch noch etwas.

Nichts ist sicher, außer dem Tod und dem Schnee des nächsten Winters

6 Nov

Illustration von Josi Mark

Wenn man zwölf Jahre alt ist, gibt es nichts Lebenslustigeres als das Bestehen von Abenteuern. Nur ist in diesem Alter – zumal in Mitteleuropa – die Bandbreite möglicher Abenteuer bereits ausgemessen: Alle Apfelbäume wurden erklommen. Die Versuche, einen Tunnel ins Nachbardorf zu graben, sind allesamt gescheitert. Wenigstens das selbtgebaute Floß aber hat vielleicht die Fahrt ans andere Ufer des Baggersees mit wehendem „Dorfbande-Segel“ gemeistert. Auf der Rückfahrt erst zerfiel es in seine Einzelteile. Mit dem Floß zerbrachen auch die Hoffnungen auf richtige Abenteuer – so wie bei Tom Sawyer und Huckleberry Finn.

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R.E.M. – Eine Liebe im Zeitraffer

22 Sep
“If I have a bag of rocks to carry as I go,
I just want to hold my head up high,
I don’t care what I have to step over”

(R.E.M. – “walk unafraid” 1998)

Gestern haben R.E.M. ihre Auflösung bekanntgegeben. Nach 31 Jahren. R.E.M waren immer da – nicht nur weil sie als Band zwei Jahre älter sind als ich. Auch weil sie mich über die Jahre nie allein gelassen haben: Sie waren zum verabredeten Zeitpunkt immer in Bewegung auf meinem Plattenteller. An ein Leben ohne sie werde ich mich erst gewöhnen müssen.

Foto von Anton Corbijn (Quelle:http://remhq.com/)

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Schönes Spielzeug

1 Jul

Wordle: TRACKtate

kann man machen. hier.

auch schön:

kann man machen. hier.

Beiläufige Liverpool-Betrachtung

14 Jun
“In Penny Lane there is a barber showing photographs
of every head he’s had the pleasure to know
and all the people that come and go stop and say hello
on the corner is a banker with a motorcar
the little children laugh at him behind his back
and the banker never wears a mack in the pouring rain very stranger
Penny Lane is in my ears and in my eyes
there beneath the blue suburban skies I sit and meanwhile back”

Das sangen die Beatles 1967 über eine Straße in ihrer Heimatstadt. Liverpool insgesamt hat wenig von dem Charme behalten, den die Pilzköpfe einst in Form ihrer lustigen Anekdotensammlung besangen. Weiterlesen

Eintauchen

23 Apr
Afrikanische Musik gibt es nicht. Genauso wenig, wie es europäische. deutsche, sächsische oder Leipziger Musik gibt. Wie kann man nun aber dem „Sound“ eines Kontinents nachstellen? Weiterlesen

Ordnung muss sein.

16 Apr

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Guten Tag. Mein Name ist Robert Malischewski. Ich wohne gegenüber eines Supermarktes. Die Leute aus dem Ort kaufen dort ein. Viele kommen zu Fuß. Nach der Wende sind hier viele Parkplätze entstanden. Mehr Parkplätze als Autos. Ich muss lachen. Mehr Parkplätze als Einwohner. Wohlmöglich. Aber Ordnung muss sein. Wer in den Supermarkt will, soll auf dem Supermarktparkplatz parken. Ich wohne gegenüber. Ich sehe alles ganz genau. Ich habe ein Auto. Es steht in der Garage. Auch ich habe Parkplätze geschaffen vor meinem Grundstück. Wenn mal Besuch kommt. Aber nicht für Kunden des Supermarkts. Ich war früher im Bergbau tätig. Wie viele im Ort. Mein Rasen ist gemäht. Immer. Die Kinder vom Nachbarn haben drüben ein Baumhaus. Die tollen oft herum. Manchmal werfen sie kleine Äste auf meinen Rasen. Weiterlesen

Hall of Fame

13 Apr

Neil Young Inducts Tom Waits – „Make It Rain“ and „Rain Dogs“ from Anti Records on Vimeo.