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Auftakt: Das große Indianer-Abenteuer-Blog-Journal +++ Trailer zur literarischen Reisereportage „Zwei Sommer lang Indianer“

23 Feb

Liebe Leserinnen und Leser,

Wie einige aufmerksame Leser_Innen meines TRACKtate-Blog wissen, verbrachte ich den Sommer 2010 im Nordwesten der USA – genauer in Montana. Dort liegt Rocky Boy – das Reservat der Chippewa-Cree-Indianer. Nach meiner Rückkehr machte ich mich daran das Erlebte niederzuschreiben mit dem Ziel eine literarische Reisereportage für das Radio zu produzieren. Ich schrieb, entwarf, verwarf und fand schlussendlich in den beiden Sprechern Mirko Kasimir und Anja Lehmann zwei Profis, die mich bei der Umsetzung meiner Idee unterstützten. Michael Seiler (u.a. Verbrannte Erde, Interstate 5 und Crottendorf) komponierte die Musik und so entstand Schritt für Schritt ein 120-minütiges Hörstück.

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Wenn Träume wahr werden

31 Jan

Da fallen Geburtstag, Weihnachten und Ostern nun einmal wirklich fast zusammen.

Verliebt, vorfreudig und visionär

6 Jan

Auf meinem Best-Of-2010-Mix hab ich WARPAINT aus Kalifornien bereits abgefeiert. Nun kann man sich von ihrer aktuellen Platte „The Fool“ auch ein Akustikvideo der Single „Undertow“ ansehen. Ich bin verliebt.

Daneben gibt es im Vorfeld der Veröffentlichung des neuen Albums von R.E.M. einen weiteren Song namens „Oh my heart“ im Internet zu bestaunen. Die neue Platte „Collapse into now“ erscheint am 04. März 2011. Ich bin sehr vorfreudig.

Mit der VisionBakery, der Bäkerei für Visionen, ist ein vielversprechendes Projekt aus Leipzig seit ein paar Wochen online. Die Netzweltidee, Angebote zu schaffen, die von Kreativen und deren potentiellen Unterstützern genutzt werden können, ist nicht neu. Allerdings stecken die Bemühungen, verglichen mit den USA, noch in den Kinderschuhen. Dabei ist die Grundidee einfach: Jemand hat eine Idee, die er oder sie gerne umsetzen möchte. Beispielsweise will er oder sie ein Unternehmen gründen, mit der eigenen Band eine Platte aufnehmen oder eine journalistische Geschichte recherchieren. Für all diese Vorhaben braucht es Geld. Eine Unternehmensgründung verlangt einigermaßen finanziellen Rückhalt, eine Band muss, bevor sie eine neue LP oder CD an ihre Fans verkaufen kann, ein Aufnahmestudio und ein CD-Presswerk bezahlen. Nicht zuletzt muss der oder die JournalistIn für eine Geschichte, bevor das fertige Produkt einer Zeitung angeboten werden kann (sollte das Thema etwa keinen Redakteur überzeugen) Zeit und Geld darauf verwenden zu recherchieren. Kurzum: Woher nehmen, wenn nicht stehlen?

Webplattformen wie die VisionBakery aus Leipzig stellen ein Angebot ins Netz, bei dem etwa ExistenzgründerInnen, MusikerInnen oder JournalistInnen ihre Idee, ihren kreativen Impuls und ihr Projekt vorstellen können. Sie müssen darlegen, was genau sie mit dem Geld, das sie benötigen, vorhaben. Ebenfalls müssen sie Auskunft darüber geben, was ein potentieller Unterstützer erhält für seine Finanzspritze. Der oder die ExistenzgründerIn etwa bietet so im Gegenzug eine Dienstleistung an, die Band vielleicht ein Privatkonzert und der oder die JournalistIn findet beim Recherchieren Dinge heraus, die eines Aufwands bedürfen und den Unterstützerkreis ebenfalls brennend interessieren. So kann eine Win-Win-Situation für alle Protagonisten entstehen – ohne Banken, ohne Bürokratie und nicht zuletzt ohne Hürdenläufe beim Umsetzen von kreativen Ideen.

Die VisionBakery ist gerade erst gestartet. So findet sich bis dato neben einem Projekt, das die Bäkerei der Visionen selbst ins Leben gerufen hat, erst ein Projekt online. Katja Thieme, eine freiberufliche Geologin, benötigt zwei GPS-Geräte, um in ihrem Programmangebot mehr Vielfalt anbieten zu können. UnterstützerInnen erhalten im Gegenzug „private Erkundungstouren“ in und um Leipzig.

Ich finde die Umsetzung der Seite sehr gelungen und hoffe für alle ProjektantragsstellerInnen auf viele aufgeschlossene UnterstützerInnen. HIER kann man sich einen kurzen Imagefilm der Visionbakery ansehen, der die Funktionsweise der Plattform anschaulich zusammenfasst.

Keine Eltern, aber Onkelz – Der Versuch einer Annäherung an die Generation ’89

1 Jun

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Den ganzen Beitrag für das Kulturmagazin TRACKtate bei radio blau, kann man hier anhören:

Die heute oft als „friedliche Revolution“ bezeichneten Ereignisse im Oktober 1989 feierten im letzten Jahr ihr zwanzigjähriges Jubiläum. Die Generation 89 ist heute, zwanzig Jahre später, Anfang Mitte dreißig und ungefähr genauso alt, wie es die Elterngeneration damals war. Als 1989 „Wir sind das Volk“ und später „Wir sind ein Volk“ skandiert wurde, waren sie zwischen 14 und 18 Jahre alt. Sie waren zu alt, um nicht von der DDR geprägt worden zu sein und zu jung, um nicht mit schier kindlicher Naivität in den autoritätenfreien Raum hineinzustolpern.

Foto von R.Arnold/Centraltheater

Für viele der Jugendlichen ging alles viel zu schnell. Ein Wechselbad mit Folgen, denn nicht selten führte das Überangebot an Möglichkeiten zu einer Schockstarre, die sich in gebrochenen Biographien, Zukunftsangst, Gewalt und Perspektivlosigkeit niederschlug. Der Staat existierte nicht mehr, viele Eltern hatten genug mit sich zu tun und so entstand ein Vakuum, in dem es sich erst einmal zu verorten galt.

In dem derzeit in der Skala in Leipzig aufgeführten Bühnenstück „FANZ 89/09“ versucht die junge Regisseurin Mareike Mikat aus Frankfurt/Oder genau diesen Umbruch aus der Perspektive der Generation 89 zu inszenieren. Was ist aus den Wendekindern geworden? Wie haben sie diese Zeit erlebt? Fragt neben dem Eventcharakter der „Wir-waren-damals-auch-dabei-Feierlichkeiten“ eigentlich jemand danach wie es wirklich war? Sind die Zonenkinder, die im Leipziger Osten träumten, alles was an Auseinandersetzung von Relevanz ist?

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Vorankündigung und Schmunzelei

4 Feb

Am kommenden Samstag, dem 06.02.2010, wird es von 13.00-14.00 wieder eine neue Ausgabe von TRACKtate – dem Kulturmagazin bei radio blau in Leipzig – geben.

Themen: argentinische Filmtage – dazu eine Besprechung des Films ESTELA über Opfer der Militärdiktatur in Argentinien und einem Interview mit dem Historiker Michael Herrmann, außerdem ein Versuch der Beantwortung der Frage warum einige Männer Haare auf der Brust haben und andere nicht – hier bin ich fündig in einem wunderbaren afrikanischen Märchen geworden, kleiner Konzertrückblick auf Element of Crime am 28.01.2010 in Leipzig.

Danach von 14.00-15.00 eine Stunde rilleradio und in der Februarausgabe wird es seit langem mal wieder eine Sendung geben, die nur Punkrock macht – soll heißen INTERVIEW MIT SMOKE BLOW, neue Platten von Grizou, Tischlerei Lischitzki, I walk the Line, Katzenstreik und und und.

Ein Festival aus Information und guter Musik.
In Leipzig terrestrisch zu empfangen wie aus der Karte ersichtlich – für alle anderen per Internetstream unter www.radioblau.de

Und nun noch was zum Schmunzeln:

Die Vorgeschichte:

Was danach geschah:

Radioballett auf dem Augustusplatz am Samstag, den 21.11.2009

17 Nov

Ich habe ja bereits in meiner Radiosendung am Wochenende vermehrt darauf hingewiesen, dass die Existenz von radio blau – dem einzigen nichtkommerziellen Medienanbieter im Bereich Hörfunk in Leipzig – derzeit nicht gesichert ist. Zu den Hintergründen kann man in einem offenen Brief mehr erfahren. Die Unterstützerliste ist bereits sehr lang – kann aber selbstredend nicht lang genug sein. Es ist wichtig im öffentlichen Raum mit alternativen und nichtkommerziellen Medien eine Art Bürgerjournalismus als Teil der zivilen Öffentlichkeit zu stärken. Auch darüber habe ich in einem Höressay berichtet.

Bevor es nun zu dem wichtigen Termin zwischen dem Mantelprogrammanbieter Apollo-Radio und den rechtlichen Vertretern der sächsischen freien Radios am 24.11. kommt, möchten wir möglichst viel Resonanzraum in der Öffentlichkeit schaffen. Dafür sind verschiedene Veranstaltungen geplant.

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The California Honeydrops

2 Jul

Nachdem ich letztes Jahr schon die Ehre hatte ein Konzert mit der Band im Flower Power auf die Beine zu stellen, freue ich mich umso mehr, dass ich sie wieder nach Leipzig lotsen konnte und die Moritzbastei für ein Konzert mit dem Vierer gewinnen konnte. Am 10.07.2009 ist es soweit und das sollte keiner verpassen, der in der Nähe ist, wie das Video beweist…Humor und Soul und vor allem der Soul-Tub!