Tag Archives: prekariat

Podcast: TRACKtate + Wortlabor zum Thema „Quo vadis Arbeitswelt“, 30.04.2011 auf radio blau

1 Mai

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Der 30.04.2011 stellte für meine Kollegin Melanie und meine Wenigkeit eine prima Gelegenheit dar, uns dem Thema Arbeit zu widmen.

Für doppelte Kompetenz luden wir uns Beate (Sendung: Nachtlichter) und Klaus (Sendungen Filmriss und Time Warp) ein, um darüber zu philosophieren, wie die Arbeitswelt 2.0 eigentlich entstanden ist, wie sie aussieht und wo es hingeht mit ihr. „Philosophisch“ traf den Nagel auf den Kopf, immerhin diskutierten hier eine Linguistin, eine Soziologin, ein Amerikanist und ein Kulturwissenschaftler miteinander.

Wir widmeten uns in der zweistündigen Gemeinschaftsproduktion der Kulturgeschichte der Arbeit – verstanden als Lohn- und Erwerbsarbeit – generell, hatten die Ausstellung „Hauptsache Arbeit – Wandel der Arbeitswelt nach 1945“ (noch bis zum 08.05.2011 im Zeitgeschichtlichen Forum zu sehen) besucht und vor allem über den Wandel an sich nachgedacht: Welche Rolle spielt Arbeit heute im Vergleich zu früher? Wo liegen Vor- und Nachteile? Was kommt an Veränderungen noch auf die Gesellschaft zu – ist gar eine Welt möglich, der ein neuer Arbeitsbegriff zu Eigen ist? Fragen über Fragen… An dieser Stelle könnt ihr die Sendung als Podcast anhören: Weiterlesen

In 100 Jahren ist Gera tot – Teil 2, oder Gera und der Hauch von Hoffnung

9 Dez

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Ich möchte den Schwarzen Gera-Peter nicht mit Pech übergießen. Deshalb habe ich in meiner zweiten Zählerableser-Karriere-Woche versucht die vielen Peter und Peterlinchen, ihre Behausungen und ihr Unvermögen in so vielerlei Hinsicht zu übersehen. Das fällt schwer, denn der Niedergang, das Sterben einer Stadt, ist doch allzu offensichtlich. Aber es gibt sie, die Leuchttürme der Hoffnung, die Samenkörner der Zuversicht, die mich mit Gedanken im Konjunktiv aus Gera abreisen lassen. Weiterlesen

In 100 Jahren ist Gera tot – Teil I

28 Nov

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Es ist 07:30 Uhr. 3 Grad. Es regnet. Ich trage Kapuzen-, Fleece-, Winter- und Regenjacke. Ich bin der Vier-Schichten-Mann. Der Himmel und die Häuser sind in einen Grauschleier gehüllt. Die Dunkelheit beginnt sich in Tageslicht zu verwandeln – zumindest in das, was man im November dafür hält. Auf der Lichtung im Häuserwald weht ein launiger Wind. Es ist der erste Tag in meinem Zwei-Wochen-Leben als Strom- und Gaszählerableser. Weiterlesen