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Obsternten in Leipzig

10 Jul

Letztes Jahr habe ich mich gefühlt wie ein Dieb, als ich zur Herstellung von Hagebuttenamrmelade im Stadtpark Hagebutten pflückte. Dank der FRUCHT-BAR weiß ich nun, dass das „Amt für Stadtgrün und Gewässer […] grundsätzlich die Obsternte auf Flächen im Zuständigkeitsbereich“ gestattet. Wo man sonst noch lecker Obst pflücken kann, erfährt man auf der Karte.

Was würde man nur ohne Internet machen?

Hier wachsen überall Hagebutten in Leipzig. Copy by:  http://www.frucht-bar.org/#map

Hier wachsen überall Hagebutten in Leipzig. Copy by: http://www.frucht-bar.org/#map

1989

30 Jun

Auf der Plattform europeana 1989, initiiert von der Deutschen Kinemathek, dem Museum für Film und Fernsehen, können Menschen aus ganz Europa ihre Geschichten, Fotos und Dokumente posten, die sie mit dem politischen Umbruch 1989 in ganz Europa verbinden. So soll ein einzigartiges bebildertes kollektives Gedächtnis entstehen. Dass 1989 weniger ein Moment, sondern vielmehr der Fixpunkt eines Prozesses ist und als solcher demzufolge eine Vor- und eine Nachgeschichte hat, wird auf den Fotos, die User bis dato online gestellt haben, sehr schön deutlich…

Dieses Bild entstand am 20.01.1990 auf einer Montagsdemonstration in Leipzig.

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Überlegen und Loslegen

14 Jul

Ich hatte an anderer Stelle ja schon einmal über Seiten im Netz berichtet auf denen Menschen mit einer Idee um Unterstützung werben können für die Umsetzung derselben.

Sehr sympathisch und unterstützenswert finde ich das Projekt von Pia Volk.

Pia hat schon viele Texte geschrieben, die einen an einem schlechten Tag für ein paar Minuten herausreißen können aus Grau und Alltagsverrichtungen. Zum Beispiel der Text über die Schwierigkeit einem Kind Manieren beizubringen in einer Umgebung in der diese keine sind: „Mit den Fingern essen, auf den Boden spucken, lügen wie ein Weltmeister“ – all das kann man in Asien manchmal machen und es ist vollkommen o.k. Ein Schlaglicht auf die Relativität von Manieren…hier

Nun will Pia ein Buch schreiben. Das sind ja dann nicht nur bunte Punkte, sondern ein ganzes buntes Bild!

Man kann dabei unterstützen: hier

Stocktown. Urban Culture Worldwide

2 Mrz

Stocktown.com ist ein Video-Webzine. Die Protagonisten greifen auf ein Netzwerk von Menschen auf dem ganzen Erdball zurück – auf ihre Korrespondenten sozusagen. Wie fleißige Bienchen transportieren sie Geschichten von den Straßen der Metropolen der Welt in den Bienenstock 2.0. und schwuppsdiwupps Internet sei Dank kann die ganze Welt die Geschichten bestaunen.

Weniger blumig und bienig ausgedrückt, verstecken sich hinter stocktown.com ein Haufen verrückter Videofilmer und Filmemacher, die in ihren kurzen Clips die globale Urbankultur einfangen und auf der Website präsentieren.

Schon mal was von Heavy Metal Bands in Soweto/Südafrika gehört? Schon mal einer Mädchenbande aus Spanien beim Downhill-Longboard-Skaten zugeschaut? Oder schon mal gefragt wie aus Straßenkindern in der Demokratischen Republik Kongo ein Brass-Orchester entstehen kann?

Ein paar Videos habe ich hier zusammengetragen.

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Marcel Mettelsiefen ist für den CNN Journalist Award nominiert. Seine Bilder bemühen sich um die Wahrheit hinter Statistiken

28 Feb

Ein sicheres Anzeichen für Armut ist die Säuglingssterblichkeit. Sie gilt als ein fundamentales Indiz für „Unterentwicklung“. Wenn Kinder innerhalb des ersten Jahres nach der Geburt sterben, haben die medizinischen Möglichkeiten einer Gesellschaft versagt. Anders ausgedrückt: Um so mehr Kinder unmittelbar nach der Geburt sterben müssen, um so schlechter ist es um die Gesundheitsversorgung in einem Land bestimmt.

In Westeuropa liegt die Säuglingssterblichkeit zwischen drei und sechs Kindern auf 1.000 Lebendgeburten.

Copyright: Alexrk2 @ Wikipedia; Säuglingssterblichkeit in der Europäischen Union, der Europäischen Freihandelsassoziation und den drei Beitrittskandidaten der EU (2007). Verhältnis von während des ersten Lebensjahres gestorbenen Kindern zur Zahl der Lebendgeburten in diesem Jahr. Die Werte sind pro 1000 Lebendgeburten angegeben.

Die zwanzig Länder mit der höchsten Säuglingssterblichkeit liegen allesamt außerhalb der westlichen Welt. Zu ihnen gehören neben Afghanistan ausschließlich Staaten in Afrika – etwa Niger, Somalia, Mali und Sierra Leone. In diesen Ländern liegt die Säuglingssterblichkeit bei etwa 80-120 auf 1.000 Lebendgeburten.

Die Säuglingssterblichkeit ist demnach ein Faktor, der in der Tat einerseits abbildet, wie es um das Gesundheitswesen eines Staats bestellt ist. Andererseits ist signifikant, dass all jene Staaten, die eine hohe Säuglingssterblichkeit aufweisen auch zu den ärmsten Ländern der Welt gehören.

Bei der Vermessung des Grabens zwischen armen und reichen Staaten spielt die Säuglingssterblichkeit somit eine Hauptrolle. Trotzdem ist das Thema an sich, aber auch der Kampf dagegen nur selten präsent in westlichen Medien. Die Säuglingssterblichkeit wird in Zahlen ausgedrückt. Das Leid, das Elend und die physischen wie psychischen Belastungen für die betroffenen Eltern werden dagegen so gut wie nie thematisiert.

Der Journalist Marcel Mettelsiefen hat versucht zu zeigen, was sich hinter Zahlen versteckt. Was passiert bei den tausenden von Geburten unter einfachsten medizinischen Bedingungen in Afrika? Was bedeutet es, wenn das Sterben von Säuglingen zum Alltag gehört?

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Nichts ist sicher, außer dem Tod und dem Schnee des nächsten Winters

6 Nov

Illustration von Josi Mark

Wenn man zwölf Jahre alt ist, gibt es nichts Lebenslustigeres als das Bestehen von Abenteuern. Nur ist in diesem Alter – zumal in Mitteleuropa – die Bandbreite möglicher Abenteuer bereits ausgemessen: Alle Apfelbäume wurden erklommen. Die Versuche, einen Tunnel ins Nachbardorf zu graben, sind allesamt gescheitert. Wenigstens das selbtgebaute Floß aber hat vielleicht die Fahrt ans andere Ufer des Baggersees mit wehendem „Dorfbande-Segel“ gemeistert. Auf der Rückfahrt erst zerfiel es in seine Einzelteile. Mit dem Floß zerbrachen auch die Hoffnungen auf richtige Abenteuer – so wie bei Tom Sawyer und Huckleberry Finn.

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How I recovered the faith

29 Jun

Punkrock war immer mehr als Frisuren und Tattoos. Drei gegenwärtige Gründe, warum ich noch nicht vom Glauben daran abgefallen bin.

Reason I

Reason II

Reason III

Holunderblütensirup

5 Jun

Wir haben heute auch unseren Sirup angesetzt.

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„AmericaniZeitzion“

25 Apr

An dieser Stelle der Hinweis auf einen gelungenen Artikel von einer Freundin, die seit vier Jahren in den USA lebt und bei einem Besuch in ihrer Heimatstadt Zeitz die schleichende AmerikaniZeitzion von Zeitz feststellte: hier entlang bitte.

Eintauchen

23 Apr
Afrikanische Musik gibt es nicht. Genauso wenig, wie es europäische. deutsche, sächsische oder Leipziger Musik gibt. Wie kann man nun aber dem „Sound“ eines Kontinents nachstellen? Weiterlesen